workshops - ZEITGENÖSSISCHE TANZPRAKTIKEN

Pro Kalenderjahr bieten wir mehrere Workshops rund um zeitgenössische Tanzpraktiken an.
Workshops rund um Produktionsthemen übernimmt Tanznetz Freiburg gUG.

Die Workshops gehen meist über 2-3 Tage an Wochenenden.
Sie greifen aktuelle Tendenzen und Themen im Bereich des zeitgenössischen Tanzes auf, wie z.B. Zeitgenössische Tanztechniken, Improvisation oder Instant Composition, Choreografische Praxis oder Somatische Praktiken.

 

ALLGEMEINE GESCHÄFTSBEDINGUNGEN:

Die Anmeldung zu unserern WORKSHOPS verpflichtet zur Zahlung der entsprechenden Gebühr. Ermäßigungen können bis zu einer bestimmten Frist gewährt werden (siehe aktuelle Workshopausschreibung). Eine Stornierung der Workshop-Anmeldung kann ausschließlich via E-Mail an workshop@bewegungs-art.de erfolgen. Bei einer Stornierung bis zu drei Wochen vor Termin werden 75 % der bezahlten Gebühren, bei einer Stornierung bis zu zwei Wochen vorher werden 50% der bezahlten Gebühren zurückerstattet. Nach Ablauf der Stornierungsfrist (bis spätestens zwei Wochen vor Termin) können leider keine Gebühren mehr rückerstattet werden. Eine vollständige Rückerstattung der Workshopgebühren erfolgt im Falle einer Überschreitung der Teilnehmendenzahl, bei Wartelistenplätze, bei denen eine Teilnahme nicht mehr möglich ist oder bei Workshopausfall, verursacht durch bewegungs-art freiburg e. V.. Etwaige, für den Workshopbesuch bereits entstandene Ausgaben (Reise-, Unterkunftskosten, etc.) können nicht ersetzt werden. Wir empfehlen eine Seminar- und Reiserücktrittsversicherung. Jede:r Teilnehmer:in muss selbst einschätzen, welcher Schwierigkeitsgrad und welche Übungen für sich körperlich zumutbar sind. Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr, bewegungs-art freiburg e.V. übernimmt keine Haftung.

WORKSHOPS 2026

Foto: ©Lieve Blancquaert / Bart Grietens

"IN THE MOMENT"

mit Samantha van Wissen / Cie. Zoo – Thomas Hauert

Samantha wird Techniken von der Compagnie ZOO / Thomas Hauert an die Teilnehmer*innen weitergeben. Sie werden durch Partnering, Trio- und Gruppenarbeit herausgefordert, ihre Komfortzone zu verlassen, indem sie sich räumlichen Aufgaben oder externen Impulsen von Kolleg*innen („Assistent*innnen“) stellen. Durch diese Herausforderungen wird das Bewegungsvokabular erweitert und die Reaktion des Körpers darauf, was einen Zustand schafft, der die Freiheit für kontinuierliche Modifikation fördert. Die Teilnehmer*innen werden auch verschiedene räumliche Aufgaben untersuchen, die es ihnen ermöglichen, sich miteinander zu verbinden und Gruppenbewegungen zu kreieren. Indem sie diese Elemente jonglieren, finden sie sich zwischen Improvisation und sofortiger Choreografie wieder.

Samantha trat nach ihrer Ausbildung an der Rotterdamse Dansacademie 1991 Rosas / Anne Teresa De Keersmaeker bei. Bis 1997 wirkte sie an zahlreichen Kreationen und Aufführungen mit, darunter Ertz, Mozart Concert Arias und Woud, und tourte mit Repertoirestücken wie Rosas Danst Rosas, Achterland und Mikrokosmos. Auch danach arbeitete sie weiterhin mit Rosas an Repertoirestücken wie Rosas Danst Rosas, Achterland, Mozart Concert Arias, Drumming und Elena’s Aria
Seit 1997 ist sie Mitglied von Cie. ZOO/ Thomas Hauert und beteiligt sich an den meisten Produktionen und Tourneen der Compagnie, darunter Cows In Space, Pop-up Songbook, Verosimile, Jetzt, <5>, More or Less Said Songs, Puzzled, Walking Oscar, You’ve Changed, Accords, How to Proceed, Mono, If Only und Efeu. Sie hat Workshops an P.A.R.T.S., am Königlichen Konservatorium Antwerpen geleitet und ist seit 2008 regelmäßig bei ImPulsTanz Wien tätig.
In Zusammenarbeit mit François Gremaud entstand das Solo Giselle, für das sie beim Prix de la Critique 2022–2023 mit dem „Prix de la Meilleure Interprète“ ausgezeichnet wurde. Zudem arbeitete Samantha mit dem belgischen Choreografen Marc Vanrunxt an der Produktion Freie Form. Gemeinsam mit ihrer ZOO-Kollegin Sara Ludi gibt sie in Brüssel Tanzkurse für ältere Menschen.

Wann: Samstag 21. März 2026 / 10:30 Uhr  - 15:00 Uhr
Sonntag 22. März 2026 / 10:30 Uhr - 15:00 Uhr

Öffnung des Studios ab 9.45 Uhr, Teilnehmende sind eingeladen sich vor Kursbeginn aufzuwärmen. 

Wo: Lörracherstrass 45, 79115 Freiburg 

Wieviel: Early bird 160 € bis 26.02.26, danach 200 €

Sprache: Englisch 

Bitte bequeme Kleidung tragen!

Anmeldung unter: workshop@bewegungs-art.de

"CHOREOMENTOURISM"

mit Su-Mi Jang

Choreomentourism ist keine Methode, sondern ein Praxisfeld – eine Untersuchung darüber, wie Bewegung denkt und wie choreografische Bedeutung aus sinnlicher und relationaler Erfahrung entstehen kann. Die antike Figur des „Mentors“ wird dabei nicht als Autorität verstanden, sondern als jemand, der zirkuliert, zuhört, teilt und mit anderen mitschwingt. Durch die Verbindung von „Mentor“ und „Tour“ (Rotation, Bewegung, Reise) wird Begleitung als relationale Zirkulation und nicht als feste Richtung gedacht.
Der Workshop basiert auf einer fortlaufenden künstlerischen Forschung, in der die Teilnehmenden eingeladen sind, Übergänge zwischen Wahrnehmen und Handeln nachzuspüren – sich mit dem zu bewegen, was noch nicht benannt werden kann. Es geht weniger um das Komponieren von Tanz als darum, Tanz als ein Phänomen des Spürens zu erkennen, in dem Kraft, Wille und Empfänglichkeit des Körpers sich durch Begegnungen und Austausch mit der Umwelt kontinuierlich neu organisieren. Ausgehend von Improvisation, die affektive Erinnerung in sich trägt, richtet sich der Fokus auf das Entstehen von Beziehung: darauf, wie Bedeutung und Phänomene aus der Bewegung selbst hervorgehen. Unsichtbare Interaktionsschichten innerhalb des choreografischen Prozesses werden durchlaufen und in Scores übersetzt. Die Praxis des „Verlängerns einer Pause“ verlangsamt Übergänge und öffnet einen Raum, um wahrzunehmen, wie Atem Beziehung erzeugt. Formlose Energien – Nuance, Haltung, Aura, Charakter – treffen auf die physische Textur des Körpers und bilden sich wandelnde Sequenzen.
Durch diesen Prozess erfahren wir, wie Bewegung zu Denken wird und Denken wieder in Bewegung übergeht – eine Zirkulation, durch die sich Choreografie über das rein Physische hinaus in soziale, politische und ökologische Resonanzen des Körpers in der Welt ausdehnen kann.

Su-Mi Jang ist (Choreografin, Performerin, Forscherin) war von 2000 bis 2020 in Deutschland tätig und erforschte körperliche Erfahrungen, die kulturelle und geografische Grenzen überschreiten. Ihre Arbeit entfaltet sich in einem Prozess des Entdeckens von Bewegungstechniken im Dialog mit den inneren Sensibilitäten des Körpers und deren choreografischer Kontextualisierung. Grundlage dieser Praxis sind somatische Techniken, improvisatorische Methoden, konzeptuelle Forschung, kritische Reflexion sowie das verkörperte Wissen aus über zwei Jahrzehnten Migrationserfahrung.
Für Jang ist der Einsatz unformalisierter Kräfte und Energien ein zentrales künstlerisches Mittel, um ungewohnte Affektschichten in der Begegnung mit dem Publikum sichtbar zu machen. Sie versteht durch moderne Normen disziplinierte Sinne als Mechanismen der Distanzierung und Diskriminierung und queert durch Choreografie die Beziehungen zwischen Selbst und Anderem, Individuum und Gesellschaft – hin zu einer neuen sensoriellen Ethik.
Su-Mi Jang studierte Choreografie an der Folkwang Universität der Künste sowie am DAS Choreography (Amsterdam University of the Arts). Sie arbeitete u. a. mit Sasha Waltz & Guests, der St. Gallen Dance Company (CH) und dem Theater Freiburg (als Teil des Tanzkollektivs PVC). Derzeit lebt und arbeitet sie zwischen Seoul und Berlin und verbindet Lehre und künstlerische Praxis in den Bereichen Tanz, Performance und Installation, mit dem Körper als Medium.

Wann: Samstag 18. - Sonntag 19. Juli 2026 / Jeweils 10:00 - 16:00 Uhr

Wo: Lörracherstrasse 45, 79115 Freiburg

Wieviel: Early Bird 170 € bis 26. Juni, danach 210 €

Sprache: Englisch

Anmeldung unter: workshop@bewegungs-art.de

Foto: Katharina Schillinger

"MOVING FROM THE DEEP GROUNDS"

Shiatsu meets contemporary dance mit Charlotte Böttger

Dieser Workshop richtet sich an Tänzer*innen, oder Menschen mit viel Bewegungserfahrung sowie an Shiatsu Praktizierende, so dass ein Austausch zwischen diesen zwei Feldern entstehen kann. Dabei mischen, explorieren und potenzieren wir Körperarbeit und zeitgenössische Tanzpraxis. Shiatsu bezieht Berührungsprinzipien mit ein, die von Wachstums- und Wandlungsprozessen aus der Natur abgeleitet sind. Diese Prinzipien sind immer dynamischer Art und inspirieren dazu sich zu bewegen. Shiatsu führt den Körper auch in tiefes Loslassen. Für Tänzer*innen kann dies unbekannte Bewegungsmotoren in Gang setzten, wenn sie sich aus diesem entspannten, gelösten, innerlichen Zustand heraus bewegen und zu tanzen beginnen. Die Bewegung entspringt in gewisser Weise einem tieferen körperlichen Grund. Sich frei bewegende, tanzende Körper als Resonanz auf Shiatsu Berührung zu erleben, kann im Gegenzug für die Shiatsu Praxis erweiternd und bereichernd sein. Die durch die Berührung frei gesetzten Energien und Bewegungsimpulse, finden einen unmittelbaren und direkten Ausdruck, werden weitergeführt und kreativ transformiert, wenn die Tanzenden sich dem Eigensinn ihres Körpers in Bewegung übergeben. 
Inspiriert durch ein Energieprinzip, im Shiatsu gibt es davon 12, werden sowohl Shiatsu Praktizierende wie auch Tänzer*innen behandeln und in freie Bewegung gehen. Wir lassen uns durch Berührung bewegen und rückwirkend durch Bewegung berühren. Der Austausch lädt ein, tiefen-entspannt zu tanzen und tanzend Shiatsu zu geben. Das eigene und das fremde Feld werden erweitert.

Charlotte Böttger ist Tänzerin und Shiatsu Therapeutin. Im Zentrum ihrer tänzerischen Praxis steht eine Philosophie der Improvisation. Improvisation lebt von Entscheidungsfreude, Eigensinn und einem Lauschen auf das, was sich spontan zeigt und wie es sich wandelt. Diese Dinge sind auch im Shiatsu wegweisend. Charlottes Zugang zum Shiatsu fußt auf einer Shiatsu Ausbildung an der internationalen Schule für Shiatsu am Campus für Körpertherapie, Kientalerhof. Ihr Tanzhintergrund ist geformt durch zahlreiche Kollaborationen mit verschieden Choreograf*innen und insbesondere durch die Arbeit in dem von ihr mitbegründeten Tanz Kollektiv   NNN Dance. Charlotte hat eine Ausbildung in zeitgenössischen Tanz an der Etage in Berlin absolviert und sich in einer Tanz-Ausbildung mit einem Schwerpunkt auf Improvisation an der TIP-Schule für Tanz, Improvisation und Performance in Freiburg (bewegungs-art) weitergebildet. Charlotte lebt in Basel.

Wann: Samstag 10. Oktober 2026 / 10 - 17 Uhr

Wo: Studio Lörracherstrasse 45, Freiburg im Breisgau

Wieviel: 130 € Early Bird bis 21. September

Sprache: Englisch und Deutsch

Anmeldung unter: workshop@bewegungs-art.de

 

 

 

 

"EARTHING"

Eine Reise in verkörperte Wahrnehmung und gefühlte Physik mit Kira Kirsch

In Gedenken an Steve Paxton:

„…was, wenn wir, anstatt schon zu wissen, wer wir sind, uns darauf einlassen, Massen zu sein? Nicht Menschen, nicht alles, was der rassistische Kapitalismus und das Geschlechtersystem über uns sagen, sondern einfach: Dinge, die Bedeutung haben? Und natürlich werden wir nie ganz dort ankommen, und natürlich wird es immer wieder die Choreographien von Spezies, Rasse, Klasse und Geschlecht geben, die uns im Galopp entgegenkommen, aber trotzdem: Was, wenn du, und ich, hier und jetzt, nicht so unterschiedlich... von Kieselsteinen, Windmühlen und Laternenmasten, wie alle von ihnen, fielen? Was, wenn wir, wie alle von ihnen, uns von der Erde und ihrer Schwerkraft anziehen ließen?“ von Emma Bigé

Im Deutschen deutet der Begriff „Erden“ auf eine größere Beziehung hin, nämlich die Beziehung zur Erde als Planet, mit ihrer unglaublichen Masse, die die allgegenwärtige Kraft der Schwerkraft bildet. Wie erfahren wir die Erde, Masse und Gewicht? Was ist der Schwerpunkt, potenzielle Energie und der tonische Raum? Was nehmen unsere Wahrnehmungssysteme auf und verhandeln diese Konzepte in körperliche Erfahrung, und wie beeinflusst die Einstimmung auf diese Systeme unser Tanzen und unsere Präsenz?

Dieser Workshop erforscht das Konzept der Erdung oder „Earthing“ durch eine tiefgehende Untersuchung von körperlicher Erfahrung, Wahrnehmung und Bewegung. Die Teilnehmer*innen gehen in gefühlte Erkundungen und körperliche Experimente, um ihr Bewusstsein für Erde, Masse und Schwerkraft zu erweitern. Wir rollen, kriechen, gehen, laufen, springen und fallen in alle Richtungen unserer Kinesphäre und entwickeln sich wiederholende Motive, die sich zu komplexeren Phrasen und Rhythmen entwickeln können. Durch die Untersuchung dynamischer Bewegungsmuster werden zudem die psychoemotionalen Auswirkungen der Erdung auf den Körper und seine Beziehung zum Raum erforscht.

Axis Syllabus kann als eine Sammlung oder ein Lexikon für das Lernen dynamischer Bewegungen wahrgenommen werden und bietet Methoden zum Lernen, Forschen und Erleben von Bewegung. Es handelt sich um ein präzises System der internen und externen Orientierung des Körpers, das auf fortlaufenden empirischen, multi-wissenschaftlichen und pädagogischen Untersuchungen basiert.

Kira Kirsch ist Bewegungskünstlerin, Community-Organisatorin, Mutter sowie Initiatorin und Kuratorin, geboren in Ost-Berlin. Sie lebte und arbeitete u. a. in Wien, Brüssel sowie sieben Jahre in der San-Francisco–Bay-Area. Seit 2015 ist sie Teil der Community der Lake Studios – einem von Künstler*innen geführten Ort für Tanz, Forschung, Produktion und Performance. Kira engagiert sich intensiv für die Schaffung und Gestaltung von Räumen, in denen Menschen ihr Geist–Körper–Bewegungs-Kontinuum erfahren, erforschen und sensibilisieren können. Seit über einem Jahrzehnt arbeitet, unterrichtet und forscht sie kontinuierlich aus der Perspektive des Axis Syllabus (AS). Sie ist Mitorganisatorin des Nomadic College bei Earthdance, leitet Teacher Labs und baute zwischen 2006 und 2012 eine Forschungs-Community zum Axis Syllabus in der Bay Area, Kalifornien, auf. 2014 begann sie mit der Mitkuratierung des jährlichen Tanzfestivals SENSING IN und etablierte gemeinsam mit Antoine Ragot das regelmäßige Bildungsprogramm Movement Artisans in den Lake Studios in Berlin.
Derzeit hat sie einen Lehrauftrag an der HZT – Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ / Universität der Künste Berlin und wird international zu Festivals und Institutionen eingeladen, darunter Impulstanz (AT), Ravnedans (NO), TQW Wien, das Goa Contact Festival sowie zahlreiche weitere institutionelle und basisorientierte Initiativen.

Als Performerin tanzte Kira u. a. in Arbeiten von Sara Shelton Mann (USA), David Szlasa (USA), Avy K. Productions (RU), Christine Bonansea (USA/FR), Half Machine (DK), dem ABCdance Collective / Frey Faust, Cie. Anna Tenta (AT) sowie in zahlreichen Kollaborationen mit Kolleg*innen. Von 2009 bis 2012 arbeitete sie mit der in Montréal lebenden Künstlerin Kelly Keenan zusammen; ihre gemeinsamen Arbeiten species – a moving body exposition und useless creatures wurden in den USA, Kanada und Österreich gezeigt.
Aktuelle Projekte sind der kurze Tanzfilm The Earth Will Come in Zusammenarbeit mit der Filmemacherin Katelyn Stiles und dem Musiker und Poeten Barnaby Tree, Forschungen zu Ensemble-Improvisation, somatischer Kommunikation, Hands-on-Intra-Aktionen sowie ihre Gartenarbeit. www.movementartisans.net

Wann: Freitag 13. November 2026 / 18:00 - 20:30 Uhr
Samstag 14. November 2026 / 10:00 - 13:00 Uhr & 14:30 - 17:30 Uhr
Sonntag 15. November 2026 / 10:00 - 15:00 Uhr

Wo:
Freiburg im Breisgau (Studio wird noch bekannt gegeben)

Wieviel: Early Bird: 180 € bis 23. Oktober, danach 220 €

Sprache: Englisch & Deutsch

Anmeldung unter: workshop@bewegungs-art.de

VERGANGENE WORKSHOPS

Foto: Rebecca Mary Narum

“THE LISTENING BODY” – Contact Improvisation Workshop

mit Purnendra Meshram and Rebecca Narum | host bewegungs-art freiburg

The Listening Body lud die Teilnehmenden ein den Körper für subtile Wahrnehmungen zu öffnen. Durch minimale Bewegung erforschten sie, wie kleine Verschiebungen, Pausen und Berührungspunkte Informationen bergen und gemeinsame Improvisation ermöglichen können. Der Workshop richtete sich an Tänzer:innen mit Erfahrung in Contact Improvisation oder verwandten Bereichen. Geführte Explorationen fördern einen Zustand des aufmerksamen Zuhörens, anstatt absichtsgesteuert zu handeln. Ziel war es, eine Offenheit zu entwickeln, in der auch ohne Planung alles möglich ist. Diese Praxis zielte nicht darauf ab, etwas Neues zu erfinden, sondern sich den grundlegenden Prinzipien der Contact Improvisation zuzuwenden: Zeit und Raum zu geben, damit sich die Sinne schärfen und sich der Körper wirklich öffnen konnte.

Der Workshop ist Teil der Forschungsarbeit zu Unwritten Bodies: Seen and Unseen, dem neuesten gemeinsamen Projekt von Purnendra Kumar Meshram und Rebecca Mary Narum.

Purnendra Meshram ist ein indischer zeitgenössischer Bewegungs- und Tanzkünstler, ausgebildet an der Attakkalari-Schule. Er hat einen Hintergrund in zeitgenössischem Tanz, Hip-Hop und Kalaripayattu. Seine Choreografie 2 Men erhielt internationale Anerkennung, und seine künstlerische Arbeit wurde durch die Serendipity Arts Residency, das Pina Bausch Fellowship und das Artlink 100 Stipendium unterstützt. Purnendra ist international als Performer, Dozent und Choreograf tätig.

Rebecca Mary Narum ist eine US-amerikanische Tanzkünstlerin mit Sitz in Freiburg. Sie ist in verschiedenen Tanztechniken verwurzelt und studierte professionellen zeitgenössischen Tanz bei bewegungs-art freiburg / TIP. Sie arbeitet als freischaffende Tänzerin, Choreografin und Lehrerin. In ihrer Arbeit verbindet sie Klarheit mit Spielfreude. Rebecca engagiert sich aktiv in der Freiburger Tanzszene durch die Organisation des onCe Festivals und die Koordination des Profitrainings Freiburg für bewegungs-art. Sie ist auch im Vorstand bei Tanznetz Freiburg. Ihre Arbeiten wurden europaweit und in den USA präsentiert.

Foto: Foto Hugh Stanier

Human Moves - Playful practice & explorative inquiry of Contact Improvisation

Workshop with Hugh Stanier | host bewegungs-art freiburg

Der Workshop konzentrierte sich auf den Aufbau eines funktionalen Verständnisses der zugrundeliegenden physischen Prinzipien und Strukturen der Contact Improvisation, während gleichzeitig das Vertrauen in die eigenen Instinkte, Impulse und Intuition erweitert wurde. Die Hauptthemen waren die organische, effiziente und funktionale Bewegung sowie Sensibilität für das Zuhören durch und mit dem Körper, Vertiefung des Bewusstseins für den Körper in der Bewegung und in Verbindung mit anderen Körpern. 
Das Material wechselte zwischen Kontakt- und Einzelübungen und Übungen, die die Gruppe als Ganzes verbunden und ein offenes, sicheres und aufregendes Umfeld zum Erkunden geschaffen hat. Es gab auch Raum für die Arbeit mit Scores, was den Teilnehmenden ermöglichte, in den Fluss ihrer eigenen Bewegung zu kommen und Zeit und Raum zu haben, die erlernte Technik in ihren Tanz zu integrieren.
Tanz wurde mit offenen Fragen erkundet, wie zum Beispiel: Warum bewege ich mich? Was fühle ich, wenn ich tanze? Wie bewege ich mich mit einer anderen Person/anderen Personen und bleibe dabei mit meiner eigenen Bewegung verbunden? Welchen Einfluss hat diese Praxis auf die Art und Weise, wie ich mein Leben leben möchte? Worte zu finden, um unseren Tanz zu beschreiben, reicht manchmal nicht aus. Manchmal ist das Tanzen unserer Anfragen der beste Weg, um mehr darüber zu erfahren, was für uns passiert, wenn wir tanzen, und warum es für uns so wichtig ist, zu tanzen. Die Workshop-Umgebung diente als Mikrokosmos, um sich selbst tiefer zu verstehen. Geist und Körper sind eng miteinander verbunden, und gaben der verkörperten Erfahrung Raum, den Geist durch eine entspannte und konzentrierte Beschäftigung mit dem Körper zu beruhigen. 

Hugh Stanier ist ein zeitgenössischer Tanzkünstler, spezialisiert auf Bodenarbeit und Kontaktimprovisation. Er hat über 20 Jahre Unterrichts- und Auftrittserfahrung. Er begann im Alter von 15 Jahren mit dem Tanzen und trainierte Breakdance und Contemporary. Anschließend absolvierte er eine Ausbildung an der Northern School of Contemporary Dance, die er 2008 abschloss. Seitdem hat er mit Kompanien wie 2Faced Dance, Tom Dale, STAN Won't Dance und Wim Vandekeybus/Ultima Vez gearbeitet. Er unterrichtete bei internationalen Tanzfestivalen und organisierte seine eigenen Workshops und Retreats in Portugal, Deutschland und Israel.
In seiner Unterrichtspraxis kombiniert er seine Erfahrungen in Breakdance, Contemporary und Contact Improvisation, um einen sehr körperlichen, technischen und intuitiven Ansatz zur Bewegungserforschung zu schaffen. Er ist ein TMW (Tai Chi Movements for Wellbeing) Ausbilder. Die Prinzipien von Tai Chi und Qi Kung bilden die Grundlage für seinen Ansatz, Bewegung zu lehren und zu vermitteln. Geleitet vom Ethos der Präsenz und des Spiels betont Hughs Arbeit das Hören auf die angeborene Weisheit des Körpers und das Erforschen von Bewegungen, die sich organisch und authentisch anfühlen. Seine Sitzungen bieten einen sanften und doch kraftvollen Raum, um sich wieder mit dem Atem, dem Bewusstsein und der Freiheit des Selbstausdrucks zu verbinden und die Teilnehmer zu ermutigen, ihren eigenen Sinn für Freude, Balance und Leichtigkeit in der Bewegung zu finden. Hugh Stanier auf Instagram!

 

Foto: Serhii Semichev

Schreiben über Tanz - Nachwuchs trifft Freie Szene | host Tanznetz Freiburg gUG

Im Rahmen von tanzwuchs #9 wurden schreibinteressierte Nachwuchstalente zu einem dreitägigen Workshop eingeladen, der sich dem Schreiben über Tanz in all seinen Facetten widmete. Tanz ist Bewegung - und er bewegt uns. Aber wie können wir das in Worte fassen?

Ob Rezension, kreativer Text, Essay oder experimentelle Form – gemeinsam wurde ausprobiert, wie sich Bewegung in Sprache übersetzen lässt. Die Teilnehmenden besuchten die Abendvorstellung von tanzwuchs #9, in der sechs Kurzstücke der Freien Tanzszene präsentiert wurden. So entstanden individuelle Texte über die gezeigten Arbeiten – mit Raum für eigene Perspektiven, Fragen und Formate.
Begleitet wurde der Workshop von erfahrenen Schreibcoach*innen und Tanzvermittler*innen. Ziel war es, neue Stimmen im Bereich Tanzjournalismus und -vermittlung zu fördern – und ihnen eine Plattform zu geben. Eine Auswahl der Texte ist auf der Tanznetz Freiburg Webseite veröffentlicht.

Essayistic writing: Wie lässt sich über etwas schreiben, das sich der Sprache entzieht? Gerade gesehen – schon wieder verschwunden. In diesem Workshop bekommst du Tools an die Hand, wie du gegen die Flüchtigkeit von Bewegung anschreiben kannst. Ausgangspunkt ist die klassische Kritik – doch wir dürfen uns davon wegschreiben, fluider werden, Formate verschieben und neue Fragen stellen: Wie viel Distanz braucht ein guter Text? Was bedeutet Objektivität im Schreiben – und braucht es sie überhaupt? Wie lebendig darf, wie künstlerisch muss eine Kritik sein? Gemeinsam erkunden wir Schreibformen, die nicht festhalten, sondern mitschwingen. An ausgewählten kurzen Video-Beispielen üben wir, Phänomene zu benennen und potenzielle Interviewfragen zu entwickeln. Der Workshop richtet sich an alle, die Lust haben, sich schreibend mit Tanz und Performance auseinanderzusetzen – ganz gleich, ob erste Texte entstehen oder langbewährte Techniken hinterfragt werden wollen. Die entstandenen Beiträge können nach Absprache auf einem Blog veröffentlicht werden. Der Workshop findet in deutscher Lautsprache statt.
Mit einem Input von Thaddäus Maria Jungmann: Thaddäus Maria Jungmann studierte Szenische Künste in Hildesheim sowie Musical in Osnabrück. Thaddäus lebt als freiberufliche*r Performer*in und Dramaturg*in in Köln, wo dey sich momentan im Masterstudiengang Tanzwissenschaft – mit Auslandsaufenthalt in Bern/Expanded Theater – befindet. Außerdem ist dey als Journalist*in bei den beiden Fachzeitschriften Theater der Zeit und tanz tätig. Über das Schreiben kam Thaddäus zuletzt zur Entwicklung von künstlerischen Audiodeskriptionen für blindes und sehbehindertes Publikum am tanzhaus NRW.

Performance Analyse: Wie können berührende Körper in Bewegung in begreifbare Begriffskörper übersetzt werden? Wie kann ein dynamisches und ephemeres Tanzereignis in Worten stillgelegt werden, ohne dass es starr und statisch erscheint? Ausgehend von der Methode der Aufführungsanalyse werden in dem Workshop Zugangsweisen aufgezeigt, um tänzerische Ereignisse begrifflich begreifbar zu machen. Von der eigenen Verortung und dem eigenen Berührtsein ausgehend sollen Begegnungen mit Tanzereignissen stattfinden, die Fragen ermöglichen, die Fragen offenlassen und die zu möglichen Antworten auffordern, die nicht festschreiben, sondern mit dem Tanz in eine Wechselwirkung treten. Die in einem Tanzereignis den Zuschauer*innen entgegengebrachten Bedeutungen sollen in mögliche Deutungen übersetzt werden, die sich dann in einem Text über den Tanz wiederfinden, so dass das Berührtsein für andere nachvollziehbar dargelegt wird.
Während des Workshops werden Möglichkeiten, wie über Tanz geschrieben werden kann aufgezeigt, um damit die eigene sprachliche Verkörperung von und über Tanz zu finden. Ausgehend von exemplarischen tänzerischen Ereignissen werden mögliche Momente des eigenen Berührtseins herausgefiltert, um diese als Ansatzpunkt für eine Text-Tanz-Response zu nehmen. Konkrete Schritte des Berührtseins vom Tanz, des Sprechens über den Tanz bis hin zum Schreiben über und mit dem Tanz werden im Workshop aufgezeigt.
 
Mit einem Input von Dr. Jutta Krauß:
Dr. Jutta Krauß ist Tanzwissenschaftlerin, Dramaturgin, Dozentin und Lehrerin. Sie absolvierte ein Studium der TanzKultur an der Philosophisch-humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität Bern/Schweiz und ein Lehramtsstudium an der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Sie ist Mitglied in der Gesellschaft für Tanzforschung und war von 2021-2023 erste stellvertretende Vorsitzende.  Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind: Zeitgenössischer Tanz mit Theoremen von Körper und Kostüm.

Weitere Infos: https: https://tanznetz-freiburg.de/workshops

 

Foto: Martin Carnevali

VIEWPOINTS

Workshop mit Martin Carnevali | host bewegungs-art freiburg

VIEWPOINTS ist gleichzeitig Kommunikationssystem, Wahrnehmungstraining und Improvisationstechnik. Es ist deshalb so effizient, weil es auf rein physischen Kriterien basiert, die jedem Menschen intuitiv verständlich sind - wie Geschwindigkeit, Abstand, Form, Timing - und künstlerische Prozesse auf diese Weise handwerklich formbar macht. Mit VIEWPOINTS trainiert das Individuum Handlungsschnelligkeit, Präsenz und Körperbewusstsein, und ein Ensemble erhält eine gemeinsame Arbeitsgrundlage, die alle teilen, und die Verständigung in Aktion ermöglicht. Die Choreographin Mary Overlie formulierte erstmals in den 1970er Jahren ein philosophisch-praktisches Vokabular, das sie die Six Viewpoints nannte. Anne Bogart überführte dieses Vokabular mit ihrer Kompanie in eine Systematik, die Schauspielerinnen und Schauspielern ebenso zur konkreten szenischen Entwicklung, wie auch zum täglichen Training dient. In diesem Wochenend-Workshop mit Martin Carnevali erhalten wir eine fundierte und systematische Einführung in die Anwendung der VIEWPOINTS und erforschen ihre Kriterien und Techniken.

Martin Carnevali arbeitete nach seiner Ausbildung zum Schauspieler zehn Jahre lang an deutschen und österreichischen Stadttheatern, bevor er nochmals bei Anne Bogart und der SITI Company in den Vereinigten Staaten studierte. Dort erlernte er unter anderem die Arbeitstechniken Viewpoints und Composition. Seither hat Martin Carnevali sich mit den handwerklich-kreativen Aspekten der Theaterarbeit beschäftigt: mit Training, Forschung in Laboratorien, Theateranthropologie und unterschiedlichen psycho-physischen Arbeitsweisen. Das führte ihn viele Jahre lang weg vom deutschsprachigen Theater, nach Polen, Wales, Indien, wo er viel Zeit mit Theatermenschen wie Phillip Zarrilli, Tadashi Suzuki, Eugenio Barba, Mary Overlie und Kaite O’Reilly verbrachte. In Indien erlernte er die Kampfkunst Kalaripayattu. Im Austausch dafür unterrichtete er dort an Schauspielschulen und arbeitete mit Theaterkompanien zusammen. Seit 2010 gibt Martin Carnevali seine Kenntnisse im Unterricht an Schauspielschulen weiter und übersetzt Stücke und Bücher zum Theater – unter anderen das Viewpoints-Buch. Von 2021 bis 2024 war er Schauspieler am Luzerner Theater und leitete dort auch das Schauspieltraining und war als Dramaturg für Fragen der szenischen Praxis zuständig.

Foto: Daniela Schroll

TRANSFORMER | host Tanznetz Freiburg gUG

Ein Workshop zu Körper, Poesie & (Pop-)Musik mit Mira Mann

Workshop im Rahmen der Austauschresidenz „for exchange+“ - eine Kooperation von Tanzzentrale Nürnberg, Tanztendenz München, dem EinTanzHaus Mannheim, dem Schwindelfrei Mannheim, dem Produktionszentrum Tanz + Performance e.V. Stuttgart, CONdance e.V. Bamberg und Tanznetz Freiburg. Die drei interdisziplinär arbeitenden Künstler*innen Alina Belyagina, Olena Polianska und Mira Mann aus München widmeten sich zwei Wochen lang ihrem Wahlthema „The mechanic of support“.

Mira Manns Praxis beginnt mit dem Körper und entwickelt daraus Texte, Musik und Performance. Sie tut dies so konsequent, vielleicht auch, weil es sie vor besondere Herausforderungen stellt. Seit ihrer Jugend lebt sie mit Multipler Sklerose, einer unheilbaren Nervenkrankheit, die bei jedem Betroffenen sehr unterschiedliche Symptome hervorruft. Ihre eigene Krankheit ist eine grundlegende Realität ihrer Arbeit und ihres Antriebs. Sie prägt ihre Wahrnehmung und die Art und Weise, wie sie mit der Welt in Kontakt kommt. Für sie ist das Erfinden neuer Systeme und das Zeigen von Verletzlichkeit ermächtigend und alternativlos. Als Lyrikerin - seit 2019 hat sie vier Gedichtbände im Kölner Traditionsverlag Parasitenpresse veröffentlicht - interessiert sie sich besonders für die performative poetische Kraft von Worten und die besonderen Bedeutungsräume, die sie entfalten, wenn sie mit Musik und Körpern in Berührung kommen.
Im Workshop-Format gibt sie mitunter einen Überblick über den Stand des literarischen Wissens zum Zusammenspiel von Körper- und Textproduktion und leitet anhand konkreter Beispiele die Arbeit der Teilnehmenden an. Gemeinsam mit ihr erproben die Teilnehmer*innen verschiedene Möglichkeiten körperbezogener Textproduktion und nehmen sich Zeit für einen ganz persönlichen Deep Dive in Körper-Text-Musik-Verbindungen (Teil 1). Im Anschluss daran greifen sie auf das entstandene Textmaterial zu und schaffen dafür klangliche und performative Räume. Die Gruppe bedient sich alltäglicher Klänge und einfacher chorisch gesungener und gesprochener Module. Auch bei den performativen Elementen bleiben wir im Alltag und arbeiten mit Gesten und ganz allgemeinen Tanzbewegungen. Auf diese Weise werden die Teilnehmer*innen und Mira gemeinsam Wege finden, das Private mit dem Politischen über verschiedene Disziplinen hinweg zu verbinden, wobei der Körper immer im Mittelpunkt steht.

Mira Mann arbeitet transdisziplinär in den Bereichen Poesie, Musik und Performance. Sie setzt sich auf radikal persönliche Weise mit Sex, Krankheit, Mutterschaft und Gewalt auseinander. In ihrer Arbeit bringt sie gängige Rollenklischees und gesellschaftliche Zuschreibungen zum Klingen und schafft Verbindungen zwischen Akteur*innen verschiedener Genres, wobei sie bewusst die Grenzen zwischen sogenannter Hoch- und Subkultur überschreitet. Ihre kuratorische und künstlerische Praxis erforscht die Grenzen geschlossener Systeme und sucht nach unerwarteten Feedbackschleifen. Grundlegend für ihre Arbeit ist die Verbindung von künstlerischer und kuratorischer Praxis mit Vermittlungsformaten.
www.miramann.net / info@miramann.net / https://www.instagram.com/mira__mann/

 

Foto: Photo: Jakob Jautz

LANDSCAPES AND BODIES

Contemporary Dance Workshop mit Jakob Jautz & Laura Aris | host bewegungs-art freiburg

Dieser Workshop bot den Teilnehmer*innen die Möglichkeit, an einem Austausch zwischen zeitgenössischem Tanz, Landschaften, künstlerischer Forschung und Kreation teilzunehmen. Sie wurden dazu eingeladen, Schlüsselkonzepte unserer aktuellen Arbeit, Wondering Horizons zu erleben und neu zu interpretieren, indem sie sich durch Intuition jenseits des rationalen Bewusstseins bewegen. Im Workshop wurden einerseits Landschaften und ihre Bewohner (menschliche und nicht-menschliche) erforscht und wie sie sich in unsere Körper einprägen. Das sich stetig weiterentwickelnde Konzept der Landscape based Choreography (landschaftsbasierte Choreografie) und die Ähnlichkeiten und Verbindungen zwischen Tanz und Gehen, waren die Grundlage des Workshops.
Landscape based Choreography - ist eine Arbeitsmethode, die sich durch den Körper und Bewegung mit der Beziehung zwischen Menschen und Ihrer Teilwelt auseinandersetzt. Bei dem Workshop geht darum, den Einfluss, den Landschaften, ihre Bewohner*innen und das lokale Klima auf uns haben, durch Übungen fokussiert wahrzunehmen und diese in unsere Bewegungen einfließen zu lassen.
Wir nähern uns diesem Thema auf sehr handfeste, konkrete Weise, aber auch durch mehr abstrakten und metaphysische Ansätzen. So erkunden wir, wie man Erinnerung an Landschaften verkörpern kann; schauen uns an, wie eine Landschaft unsere choreografischen Entscheidungen definiert und unser Co-Creator wird, dadurch erkennen wir das Mitspracherecht der Landschaften an, dessen Teil wir sind.
Gehen und Tanzen - zwei Handlungen, die grundlegende Prinzipien wie Gewicht, Zeit und Raum gemeinsam haben. Gehen ist ein fesselndes und harmonisches Schwingen von Muskelkontraktion und -entspannung, das es uns ermöglicht, die Welt zu entdecken und sogar mit jedem Schritt Raum zu „schaffen“. Im Workshop bauen wir den Tanz auf dieser Grundlage auf, indem wir die alltägliche Bewegung durch kontrollierte Gewichtsverlagerung, räumliches Bewusstsein und rhythmische Intention zu einer anspruchsvollen Ausdrucksform erweitern. Wie Le Breton so schön sagt: „Auf der Pilgerreise (Wanderungen) werden die Sinneswahrnehmungen von der Routine gereinigt; eine andere Art, die Welt zu bewohnen wird entdeckt.“ (freie Übersetzung)

Laura Aris Álvarez (Koproduzentin/Tänzerin/Choreografin/Darstellerin) Laura Aris (1977) ist eine vielseitige Tanzkünstlerin, die für ihre darstellerischen Fähigkeiten bekannt ist und eine geschätzte internationale Pädagogin mit einer Karriere, die sich über renommierte Tanzkompanien und unabhängige künstlerische Projekte erstreckt. 

Jakob Jautz (Koproduzent/Tänzer/Choreograf/Performer) Jakob Jautz (1993) ist ein in Deutschland geborener und lebender Künstler. Er studierte zeitgenössischen Zirkus an der ACAPA in den Niederlanden und schloss 2018 sein Studium in Tanz und Choreografie an der SEAD ab. Seitdem hat er seine eigenen und kollektiven Kreationen EU-weit kreiert und aufgeführt. 

 

Foto: N.N.

THE EMERGENCE OF DANCE

Workshop mit Sigal Zouk

Zuerst üben wir so etwas wie das, was kommt, bevor es zum Tanz wird: Das Werden des Tanzes. Das Sein im Körper. Im Raum. In der Zeit. Angeschaut werden, erkannt werden und die Situation erkennen, wie sie ist. Und daraus wachsen lassen, die Logik des Augenblicks finden. Die Klasse kombiniert physische Körperarbeit mit Übungen zur Entwicklung des Bewusstseins. Verschiedene Improvisationsmuster sollen die Synchronisation von physischem, mentalem und emotionalem Bewusstsein und die Sensibilität der Person verbessern und verfeinern. Wir schärfen unser Bewusstsein für unseren eigenen Körper und den Raum um ihn herum. Wir lernen, unseren mentalen und emotionalen Zustand im gegenwärtigen Moment als Ausgangspunkt zu nutzen, von dem aus wir uns mit unseren Leistungsaufgaben verbinden können. Durch eine Reihe von angeleiteten Improvisationen trainieren wir unsere Fähigkeit, das Mentale, das Physische und das Emotionale, das Sein und das Tun, die Choreographie und die Präsenz zu vereinen. Die Arbeit ist prozessorientiert. Ihre Vorteile und Ergebnisse können auf jede Art von Tanz oder Performance angewendet werden.

Sigal Zouk ist eine Tänzerin/Künstlerin, die seit 1997 in Berlin arbeitet. Sie erhielt ihre Ausbildung an der Emek Izrael Dance School und war von 1994-96 Mitglied des Bat-Sheva Ensembles. Nach ihrem Umzug nach Berlin und der Arbeit mit Künstlern wie Luc Dunberry und Juan Cruz Dias de Esanola war sie von 1999-2004 Mitglied von Sasha Waltz and Guests. 2005 begann sie ihre Zusammenarbeit mit Meg Stuart/Damaged Goods; zunächst als Tänzerin und dann als choreografische Beraterin/Außenstehende für die Arbeit von Stuart und Phillip Gehmacher sowie für Stuarts folgende Arbeiten. Im Jahr 2007 begann sie ihre langjährige Zusammenarbeit mit Laurent Chetouane, in der sie 10 Tanz- und Theaterstücke für die Bühne schuf. In den letzten Jahren hat sie begonnen, ihre Unterrichtspraxis zu entwickeln, in der sie professionelle Tänzerinnen und Tänzer anleitet, ihr Körpergefühl zu einer Präsenz zu finden, die das Potenzial hat, in und durch jede Situation zu navigieren.
Sie unterrichtet in verschiedenen europäischen Tanzabteilungen und -institutionen, darunter die Tanzfabrik Berlin, das HZT Hochschulzentrum für Tanz Berlin, die ZZT Hochschule für Musik und Tanz Köln, das DDSKS Kopenhagen, das DOCH Uni Art Stokholm, das Cullberg Ballet Stokholm, das CNDB Bukarest, das Suzanne Dellal Center Tel Aviv, das Ponderosa TanzLand, die Hollins University (Virginia/ USA), das Plovdiv Sommerprogramm Bulgarien und viele mehr. Zouk begleitet Künstler und Choreographen wie Meg Stuart, Jared Gradinger/Angela Schubot, Antje Shupp, The progressiv wave, Tamara Rettenmund, Mor Demer, Shannon Conney und Moritz Majce auf ihrem künstlerischen Weg und hilft ihnen, mit ihren Grenzen und ihrem Potenzial zu arbeiten. Sie wurde als beste Performerin des Dortmunder Festivals 2010 sowie als Tänzerin des Jahres 2011 vom Tanz Magazin ausgezeichnet.

 

Foto: N.N.

PULSE

Workshop mit Sylvain Ludovico (für semi-professionelle/ professionelle Tänzer*innen)

Der Pulse-Workshop vermittelte den Teilnehmer*innen eine theoretische Grundlage von Rhythmus und musikalische Strukturen, die es ihnen ermöglichte, die rhythmischen Muster eines Songs zu erkennen. Es wurden verschiedene Grundstrukturen wie binäre und ternäre Rhythmen erforscht, während verschiedene Musikstile angehört und dazu getanzt wurde. (Funk, Blues, Elektro, afrikanische ternäre Rhythmen, Bossa Nova usw.). Die erforschten Rhythmen wurden verkörpert und durch sinnliche Erfahrung verinnerlicht. Sowie diese Prinzipien definiert waren, haben die Teilnehmenden begonnen sich durch Improvisationen von der Struktur der Musik zu lösen und den Körper in ein persönliches perkussives Instrument zu verwandeln. In der zweiten Phase erforschte jede*r ihren/seinen einzigartigen Rhythmus, die eignen Zeitwahrnehmung (Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft) und Erdung, in Resonanz mit der Musik.

Sylvain über sich selbst: Ich verfüge über einen vielfältigen künstlerischen Hintergrund und eine vielseitige Ausbildung, die einen ganzheitlichen Ansatz in meine Arbeit im Tanz einbringt. Ich hatte ein starkes Fundament in der Musik, da ich 10 Jahre lang Geige studierte, was mir ein tiefes Verständnis und eine Wertschätzung für die Beziehung zwischen Tanz und Musik vermittelte. Später habe ich die Disziplinen der darstellenden Künste erforscht, einschließlich Theater und Regie. Angetrieben von meiner Neugierde auf den Körper und seine Sprache, studierte ich am Rick Odums Jazz Institute Paris (Ballet, Contemporary, Jazz). Dort hatte ich die Gelegenheit, von versierten Tänzern und Lehrern wie Geraldine Armstrong, Iris Florentiny und Rick Odums selbst zu lernen. Außerdem habe ich unter der Leitung von Patricia Karagozian und Daniel Hossein mein Lehrdiplom erworben. Im Jahr 2020 tauchte ich in ein gemeinsames Projekt mit Peter Mika innerhalb der Cobosmika Junior Company ein. Nach dieser Erfahrung wagte ich den Schritt als Tänzer und Choreograf in die Co-Leitung der Compagnie Puntos de partida. In diesem Rahmen treibe ich außerdem die Entwicklung einer forschungsbasierten Bewegungsarbeit namens Sensor voran. Durch die sensible Integration der Faszien fördert Sensor eine tiefe Verbindung zu den Empfindungen des Körpers während des Tanzes, anstatt sich nur auf die Form zu fixieren. Seit 2021 unterrichte ich regelmäßig für Profis und Amateure in Europa und Mittelamerika. Mehr über Sylvain auf Instagram: @sylvain_ludovico

 

 

Die Lust am Selbst II

Bühnenpräsenz in der Instant Composition von und mit Oliver Lange

Ein Wochenende lang ging es um die eigene Bühnenpersönlichkeit. In der Instant Composition standen die Teilnehmenden zunächst einmal als sie selbst auf der Bühne, tanzten, bewegten, sprachen und sangen dabei als sie selbst. Rollen, Zustände, Gefühlswelten entstehen aus dem Moment und werden spontan von den Agierenden an- und aufgenommen. Es ging um die Farge: Wie können wir uns selbst darstellen, ohne in die theatrale Übertreibung zu gehen und gleichzeitig nicht ins Private zu verfallen? Dabei kamen die Teilnehmenden über unterschiedlichste Übungen aus dem Repertoire der darstellenden Kunst unserem Performance-Ich und ihren ganz individuellen Stärken und Schwächen in Berührung. Dabei waren alle Aspekte der Bühnentätigkeit: Tanz, Sprache und Aktion.

Zum Dozenten: Oliver Lange ist Tanz- & Theaterschaffender, Dozent für Tanz, Pädagoge der Bewegungsanalyse nach Cary Rick und Theaterpädagoge (BuT®). Eigentlich hat er ein Psychologiestudium absolviert, besuchte dann aber einen Tanzimprovisationskurs und seitdem widmet er sich der Bühnenkunst. Er studierte Neuen Tanz, Performance und Improvisation in Konstanz und Freiburg. Lange Zeit war er Mitglied beim Instant-Composition-Ensemble “Arte Schoki” und ist Mitbegründer von k²-koreografenkollektiv freiburg. Nachdem er mehrere Tanzstücke auf die Bühne gebracht hatte erweiterte er sein Repertoire um die Schauspielkunst und das Schaffen von Theaterstücken. Alles, was er über die Bühnenkunst gelernt hat, vermittelt er auch als Dozent weiter. Er ist im Leitungsteam des Aus- und Weiterbildungsbereichs im Zentrum für Tanz, Improvisation und Performance von bewegungs-art freiburg e.V. und Co-Leiter des Ausbildungsganges Theaterpädagogik des TPZ Baden-Württemberg in Freiburg.

Foto: Daniela Wolf

EXPRESSIONAL COMPOSITION mit Smadar Goshen

BodyBelonging(s) | Basierend auf der Recherche zum Solostück 'KEN | כן'

Im ersten Teil des Workshops ging es um Gaga/people classes, sie bieten den Nutzern einen Rahmen,
um mit ihrem Körper und ihrer Vorstellungskraft zu verbinden, körperliche Empfindungen zu erleben
Flexibilität und Ausdauer zu verbessern, ihre Beweglichkeit und Explosivkraft zu trainieren und die
Freude an der Freude an der Bewegung in einer einladenden, akzeptierenden Atmosphäre.
Im zweiten Teil wurde zu Expressional Composition: KörperZugehörigkeit(en) gearbeitet.
Körper tragen Habseligkeiten; Habseligkeiten tragen Geschichten; Geschichten tragen Menschen;
Menschen tragen Körper. In dieser Sitzung befassen wir uns mit dem einfachen Akt der Komposition
von Körpern mit und ohne Objekte im Raum und die dabei entstehenden Erzählungen.
Wir üben Werkzeuge, um Raum für den Kontext zu schaffen als Folge des Zusammenstellens,
des In-Beziehung-Setzens (und damit). Gefertigte Bilder von Körpern und ihren Besitztümern
werden eine Tür in unser persönlich-kollektives physisches Archiv öffnen.
Smadar Goshen ist eine Tanzmacherin, Performerin und Trainerin. Sie hat ihren Bachelor-Abschluss in Tanz und ihren Master-Abschluss in Choreografie an der Jerusalem Academy for Music and Dance (JAMD) gemacht. Geboren in Israel, hat sie seit 2019 ihren beruflichen Lebensmittelpunkt nach Stuttgart verlegt. Smadar ist zertifizierte Gaga-Lehrerin sowie GYROTONIC & GYROKINESIS® Trainerin und Pre-Trainerin. Ihr umfangreiches Wissen über den bewegten Körper ist ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit mit professionellen und nicht-professionellen Umziehern. Im aktuellen Jahrbuch der Zeitschrift Tanz wurde sie als eine der 10 vielversprechendsten Tanzpioniere in Deutschland ausgezeichnet. https://smadargoshen.com 

 

Foto: ©photo by @arnaudbeelenphotography @tictacartcentre

SKINNER RELEASING TECHNIQUE

Tanzworkshop mit Lily Kiara

Die SRT wurde von Joan Skinner (1924-2021) entwickelt und zielt darauf ab, eine größere Leichtigkeit im Tanz, eine dynamische Ausrichtung, eine verfeinerte Abstimmung mit unserem Körper und unserer Vorstellungskraft zu erwirken. Es gibt eine fortlaufende Feinabstimmung, indem wir uns bewusst in unbekannte kreative Gebiete wagen. Indem wir in uns hineinhören, erlauben wir uns, mit unserem inneren Körper in Berührung zu kommen und uns mit etwas Größerem als uns selbst zu verbinden. Verkörpertes Zuhören, innere Räume, Präsenz, dynamische Stille, Erweichung und Erlauben sind neben Loslassen einige der wesentlichen Übungsbereiche im Skinner Releasing, die neue Routinen unterstützen. Softening unterstützt das Loslassen von Kraft durch Effizienz und Reaktionsfähigkeit. Erlauben fördert das Zuhören. Auf diese Weise können wir verfügbarer werden. In der technischen Arbeit und beim Kreieren von Tänzen liegen Anleiten und Zulassen eng beieinander, ebenso wie Stille und Aktion, Empfänglichkeit und Wildheit. Lily Kiara unterrichtet Kurse und Workshops in Skinner Releasing Technique und Creating (Instant) Dances, manchmal zusammen mit einem Musiker oder Lichtdesigner. Sie hat in ganz Europa, den USA, Australien und Indonesien unterrichtet und begleitet auch Künstler in ihrem Prozess. www.lilykiara.nl

 

Foto: Claudia Greco

The Joy of the Unknown nach der Fighting Monkey Practice

Tanzworkshop mit Anna Rose

Schwerpunkt des Workshops lag auf verschiedenen Elementen des Fighting Monkey Practice, im speziellen in Kommunikation und Partnerarbeit. Im Rahmen verschiedener Bewegungssituationen wurde daran gearbeitet, zuzuhören und mit Unvorhersehbarkeiten umzugehen. Wie koordinieren wir uns innerlich und im Verhältnis zu anderen in einer sich ständig verändernden Umgebung? Durch die Linse der Fighting Monkey Practice wurde betrachtet, wie wir altern und wie wir uns besser auf das Unbekannte vorbereiten können. Wie erkennen wir Muster und potenzielle Problemzonen, bevor sie sich zu Verletzungen auswachsen, und wie können wir uns durch Bewegung von Verletzungen erholen? Wie erkennen und verstehen wir unsere Ungleichgewichte, um unsere eigenen Strukturen besser zu respektieren und eine bewusste und aktive Rolle in unserer eigenen langfristigen körperlichen Gesundheit zu übernehmen. Anna Rose ist eine von den Gründern Jozef Frucek und Linda Kapetanea anerkannte Inspire by FM ® Ausbilderin / Praktikerin. Sie ist eine in Berlin ansässige Tanzkünstlerin und Sängerin, die aus den Shawangunk Mountains in New York stammt. Sie arbeitete mit verschiedenen Choreografen zusammen und tanzte/choreografierte in verschiedenen Film- und Fernsehproduktionen "Babylon Berlin", "Tár" und "The Ballad of Songbirds and Snakes". Ihre derzeitige Bewegungs- und Kunstforschung konzentriert sich auf die Verbindung von Kampf und Tanz und erforscht die Überschneidungen zwischen den Prinzipien von Kampf und Kollaboration.
Mehr zu Fighting Monkey: https://fightingmonkey.net

 

Foto: Nikolaus Ostermann

The Anatomy of Voguing

Tanzworkshop mit Plenvm Moonlight Ninja

Vogue ist eine Tanzform, die zutiefst in die dazugehörige Kultur eingebettet ist und nicht von ihr getrennt werden kann. Verständnis für die Ursprünge und Beweggründe der Ballroom-Kultur, die von queeren afroamerikanischen und LatinX-Personen geschaffen wurde, erlaubt den Teilnehmenden, einen persönlichen und authentischen Ausdruck zu finden. Die ästhetischen Inspirationen, die in der Modewelt, Kampfkünsten und der Malerei angesiedelt sind, unterliegen - wie auch der Tanz selbst - einem stetigen Wandel und inspirieren sich gegenseitig. In seinem Unterricht zeigt Plenvm, wie sich diese Einflüsse mit der eigenen, individuellen Körpersprache verbinden lassen. Als ausgebildeter Tänzer und Musiker fließen zudem Konditions- und Rhythmusübungen in seinen Unterricht ein. Plenvm ist einer der Wegbereiter der für Ballroom in Österreich, Father, Organisator, Lehrer und aktives Mitglied der internationalen Szene, in der er als Walker, Commentator und Judge in Erscheinung tritt. Mit EatSlayLove und Danger Class koordiniert Plenvm Plattformen für Zusammenkünfte und Auftrittsmöglichkeiten für die Ballroom- und intersektionale LGBTIQ+-Communities.

Foto: Malú Santos

SINERGIA

von und mit dem Colectivo R3M

SINERGIA bedeutet die spielerische Dynamik zwischen Improvisation und Kreation. Sie ermöglicht es drei oder mehreren Körpern, sich zu berühren – sei es durch physischen Kontakt, durch Raum oder Intention.
Wir nehmen an, dass unsere Körper ganz neue Möglichkeiten entwickeln, wenn sie sich auf andere Körper stützen. Wir lassen uns von dem Engagement der Gruppe leiten und nähern uns einander in der Dynamik des Körperkontaktes und der Partnerschaft, aber auch durch unmittelbare Kompositionen und verschiedene Impulse, die wir in unserer eigenen Forschung verwendet haben. Als 4-er Kollektiv basiert unsere Philosophie auf Vernetzung und Verhandlung. Wir vertrauen darauf, dass wir uns selbst erschaffen während wir mit anderen zusammenarbeiten. Das Gleiche gilt für Tänzer:innen und Choreograf:innen.
Der Workshop legt großen Wert darauf, dass die Bewegung von der Besonderheit jedes einzelnen Körpers innerhalb der Gruppe profitiert. R3M ist eine costa-ricanische Tanzkompanie, gegründet in 2015 von Andrea Núñez Segnini, Sol Pardo Carballo, Sofía Riggioni Rojas und Michelle Sánchez Sancho.

Foto: Tanja Mod

Shared Levitation | Partnering-Tanzworkshop

Shared Levitation Partnering basiert auf den Prinzipien von Aktion - Reaktion und will uns von der Ästhetik des Tanzes befreien und stattdessen Spielfreude und Funktionalität fördern: ein einfacher Weg, sich immer wieder zu begeistern und das innere Kind hervorzulocken.
Außerdem versuchen wir, Vorurteile bezüglich Geschlecht, Körperbau, Gewicht und Alter abzubauen. Jede:r kann heben und gehoben werden!
Wir beginnen, indem wir unsere Kanäle des Bewusstseins schärfen und uns mit dem/der Partner:in verbinden. Teil dieses Prozesses ist es, mit der eigenen Struktur und Körpergewicht zu experimentieren, Berührungen zu sensibilisieren, zu manipulieren und den eigenen Körper an seine Grenzen zu bringen, sei es physisch oder mental.
Ein besonderer Schwerpunkt in dieser Phase ist der Einsatz unseres ganzen Körpers, der diese Aufgabe nicht nur auf unsere Hände und Arme beschränkt. In diesem ersten Teil ermöglicht uns ein spielerischer Ansatz, uns mit unserer lockeren, energievollen, instinktiven und primitiven Seite zu verbinden. Mit Hilfe von Übungen in verschiedenen Konstellationen: mit einem oder mehreren Partner:innen und auch in der Gruppe sind wir ständig neuen Situation gegenübergestellt. Am Ende des Workshops lernen wir auch Material aus unseren Partnering-Performances kennen.

Foto: Roman Pawlowski

Ich und Sebastian - ein Tanzworkshop zum musikalischen Körper

Bewegungsforschung mit der Choreografin Zina Vaessen & Julia Klockow
 

Begleitend zur Aufführung Ist Trieb, ist Geist, ist Kampf und Glück, ist Liebe – Sebastian und ich! kannst du in einen kurzen Bewegungsworkshops in Themen und Qualitäten aus dem Stück eintauchen. Wie bewegt uns Musik und wie bewegen wir die Musik? Zina Vaessen (Freiburg/Basel) lädt alle Interessierten ein, mit dem ganzen Körper zu hören. Tänzerische Vorkenntnisse sind nicht notwendig, nur die Lust an Bewegung.

Weitere Infos:
www.tanznetz-freiburg.de/dance-dates

Foto: Daniela Wolf

Sharing the language | Peninsula Flora

Movement Session mit Smadar Goshen

Peninsula Flora ist ein Tanzstück von Smadar Goshen, eine aus Israel stammende und seit 2019 in Stuttgart tätige Choreografin. Sie schafft einen poetischen Bedingungsraum, in dem sich Mensch und Pflanze, in diesem Fall der Kaktus, auf Augenhöhe begegnen. In ihrem Workshop können alle Interessierten selbst in die Bewegungspraxis eintauchen und mehr über den Hintergrund der Körpersprache von Peninsula Flora erfahren.

Weitere Infos:
www.tanznetz-freiburg.de/dance-dates

HAST DU NOCH FRAGEN

Melde dich gerne unter workshop@bewegungs-art.de.

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